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Rainer Schmidt – Die Cannabis GmbH

Die Cannabis GmbHAmazonRainer Schmidt
Die Cannabis GmbH
(Romane und Erzählungen)

Rezensionen

hotel

Es ist vielmehr ein Roman, der zwar unzweifelhaft autobiographische Züge \r\nhat, aber eben in erster Linie unterhalten möchte und welcher auch mal die \r\nSchattenseiten unserer vermeintlich tollen Gesellschaft aufzeigt. Man muss \r\nnicht unbedingt drogenabhängig sein um darüber zu sinnieren welchen \r\ngesellschaftlichen Zwängen man unterliegt und welcher Oberflächlichkeit \r\nwir Tag für Tag begegnen. Das Sujet ist sicher relativ schwer verdaulich, geht \r\nes doch um Drogen und den Handel mit Diesen. Trotzdem ist das Buch von \r\nder ersten bis zur letzten Seite kurzweilig im besten Sinne- faszinierend, \r\nwahr und lehrreich ohne belehrend zu sein und gibt einen tiefen Insider-\r\nEinblick ohne zu moralisieren oder aus einer Opferperspektive zu schildern.\r\n\r\nZum Hintergrund muss man wissen, dass Haschisch noch im 18. Jahrhundert \r\ndie meist verschriebene Arznei und überall frei erhältlich war. Erst bei der \r\nzweiten internationalen Opium-Konferenz 1925 wurden weltweite \r\nKontrollmassnahmen eingeführt, obwohl 18 der 19 teilnehmenden Staaten \r\nkeine Probleme im Zusammenhang mit dem Hanfprodukt vermelden \r\nkonnten. Die knapp ausgehende Schlussabstimmung zu ungunsten des Hanfs \r\nwurde von handfesten wirtschaftlichen Interessen bestimmt; Ägypten \r\ndrohte den Deutschen an, im Falle eines Abstimmungsverhaltens pro \r\nHaschisch Importbeschränkungen für Kokain (Merck) und Heroin (Bayer) zu \r\nerlassen. Schließlich wurde die natürliche Droge 1929 im Opiumgesetz des \r\nDeutschen Reiches verboten.\r\n\r\nDer Protagonist kommt viel rum und erlebt diverse Abenteuer. Die Handlung \r\nist absolut nicht vorhersehbar, wirkt dadurch aber auch ziemlich zufällig. Ich \r\nfand es an vielen Stellen auch durch die Schonungslosigkeit der Erzählart \r\nunterhaltsam aber auch deprimierend, klar - aber das ist doch ein \r\nrealistisches Bild des menschlichen Daseins. Hier gibt es keinen doppelten \r\nBoden, hier wird die knallharte Realität erzählt. Wer viel arbeiten muss, \r\nmuss auch viel Leiden. Und, dass das nicht immer gewürdigt wird, wissen wir \r\nauch nicht erst seit gestern. Aber in diesem Buch wird auf eine lustige Art \r\nund Weise das wahre Leben widergespiegelt. Wer das Leben hinterfragen \r\nmöchte, hat hier gute Ansätze.\r\n\r\nDa es von einem "Fachmann" geschrieben wurde, ist es trotz der zahlreichen \r\ndrastischen Stellen in der Summe ein doch sehr hoffnungsvolles u

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