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Cornelia Funke – Die Feder eines Greifs

Die Feder eines GreifsAmazonCornelia Funke
Die Feder eines Greifs
(Kinder- und Jugendbücher)

Community: 6,00/10,00 - 1 Stimme

Rezensionen

Xirxe

Keine Frage, die Geschichte ist durchweg spannend und sehr bildhaft geschrieben, sodass ich die ganze Farbenpracht und Vielfältigkeit der Fabelwelt stets vor Augen hatte. Auch ist sie genau so, wie Kinder es wohl lieben: 2 Menschen und viele Fabelwesen brechen auf, um 3 ungeborene Pegasus-Pferde zu retten, die an Niedlichkeit sicher kaum zu überbieten sind. Natürlich ist diese Rettungsaktion gespickt mit Abenteuer, Ungewissheit und viel Gefahr, aber das gehört zu einer guten Geschichte schließlich dazu.\r\nWas mich störte, war die schiere Masse der unterschiedlichsten Dinge:\r\nFabelwesen noch und nöcher, sodass sogar ein 12seitiges Glossar notwendig ist, um zumindest halbwegs den Überblick zu behalten. Irgendwann war es mir dann gleichgültig, worin sich die Senfwichtel von den Sumpfwichtel oder die Steinzwerge von den Odinszwergen unterscheiden, denn es war nur noch nervend, ständig vor- und zurückzublättern.\r\nDazu mindestens genauso viele Zeichnungen von Cornelia Funke (vermutlich aber eher mehr), die seit jeher ihre Bücher selbst illustriert. Im Gegensatz zu den Tintenbüchern findet sich hier praktisch auf jeder Seite mindestens ein Bild, häufig auch zwei oder drei. Immer sehr düster gezeichnet, in schwarz-weiß gehalten, was in völligem Gegensatz zu der sonst so farbenprächtigen und irgendwie auch fröhlichen Geschichte steht.\r\nEbenso begann der ständig indirekt erhobene Zeigefinger irgendwann zu nerven. Ja, wir Menschen sind (häufig) böse Geschöpfe, die die Tiere und die Natur zerstören. Und ja, es ist durchaus wichtig, darauf hinzuweisen. Aber nicht immer wieder aufs Neue.\r\nZuguterletzt regte mich etwas auf, was ich vermutlich nicht beachtet hätte, wenn ich nicht so viel zu mäkeln gefunden hätte ;-) So klischeehaft, wie Jungen und Mädchen in diesem Buch dargestellt wurden, habe ich schon lange nichts mehr gelesen. Bens Schwester und seine Mutter kümmern sich um den Nachwuchs daheim, während Ben und sein Vater die Welt retten - ok, die Pegasus-Fohlen. Ein neuer 2. Drachenreiter: ein Junge. Die wenigen weiblichen Wesen, die in der Ferne eine Rolle spielen, sind eine durchgeknallte Ratte, die sich im entscheidenden Moment (unverschuldet) selbst ausschaltet und eine Papageiin, die schrill krächzend immer zu viel redet. Willkommen zurück in der Welt der Siebziger!

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