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Die 10 beliebtesten Bücher der Community

  1. Sophie Kinsella: Kein Kuss unter dieser Nummer Bewertung 9,20
  2. Ken Follett: Die Säulen der Erde Bewertung 9,00
  3. Stieg Larsson: Verblendung Bewertung 8,92
  4. Suzanne Collins: Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe Bewertung 8,83
  5. Andreas Eschbach: Das Jesus-Video Bewertung 8,75
  6. Suzanne Collins: Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele Bewertung 8,63
  7. Stieg Larsson: Verdammnis Bewertung 8,50
  8. Luca Di Fulvio: Der Junge, der Träume schenkte Bewertung 8,50
  9. Dan Brown: Illuminati Bewertung 8,44
  10. Adena Halpern: Die zehn besten Tage meines Lebens Bewertung 8,40

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Die letzten 5 Rezensionen

  • Philippe Brenot
    Sex Story - Eine Kulturgeschichte in Bildern
    (Romane und Erzählungen)

    MaggyGray (Bewertung 8,00)

    In einer übersexten Gesellschaft, in der jeder 10-jährige bereits Pornos in jeglicher Intensität zu jeder Zeit und unbegrenzt im Internet zur Verfügung hat, ist ein Buch wie "Sex Story" fast schon wieder ein bisschen lächerlich. Doch wenn man mit der Lektüre fertig ist, macht sich irgendwie ein anderes Gefühl von Aufgeklärtheit breit. Denn es geht in diesem Buch nicht um das übliche Drei-Minuten-Gerammel der Pornowelt, sondern um eine durchaus wissenschaftliche Aufarbeitung der Sexualität von den Anfängen der Menscheheit bis in die Gegenwart hinein und darüber hinaus, indem ein Blick in die Zukunft gewagt wird.

    Mit viel Humor und Esprit beschreibt Brenot die Trennung von Geschlechtsverkehr rein zu Fortpflanzungszwecken oder Lustgewinn, und beschreibt anschaulich bis leicht drastisch, wie sich die Sexualität im Laufe der Zeit verändert und gewandelt hat. Die einzelnen schlüpfrigen Anekdoten bekannter Zeitgenossen waren interessant und teilweise ein Augenöffner (ich wusste z. B. nicht, dass Casanova ein Kinderschänder war und mit seiner eigenen Tochter ein Kind hatte), doch mehr von Interesse waren die doch gravierenden Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Sexualität, und auch, leider, wie die Sexualität dazu beigetragen hat, die Frauen bis in die Jetzt-Zeit zu unterdrücken. Und zwar keine verschämt-kichernde "Pflück-mich-Unterdrückung", sondern eine extrem menschenfeindliche Unterdrückung.

    Während Frauen mit vielen Bettgeschichten durchweg als Nutten, Huren und Schlampfen tituliert wurden und werden (z. B. Cleopatra), wird der gleiche Lebenswandel bei Männern als Anerkennung und heimlichem "Das will ich auch" - Geraune anderer Männer toleriert - auch wenn, wie oben bemerkt, diese tollen Hengste Schürzenjäger der übelsten Sorte waren. Bei Ehebruch wurde immer nur die Frau bestraft, bei einer Vergewaltigung war immer nur die Frau schuld, da es "nicht möglich ist, eine erwachsene Frau gegen ihren Willen zu Geschlechtsverkehr zu zwingen" und - und das fand ich sehr interessant - sobald es in der weiblichen Sexualität zur leisesten Lockerung der Zwänge kam, schwenkte die Gesellschaft um, um die Frauen nur noch mehr und härter zu sanktionieren. Dass wir davon heute, im 21. Jahrhundert, immer noch nicht allzuweit weg gekommen sind, ist beschämend.


  • Mariana Leky
    Was man von hier aus sehen kann
    (Romane und Erzählungen)

    MaggyGray (Bewertung 10,00)

    Wäre dieses Buch eine Nachspeiße, wäre es ein großes Glas voll weißer Schokoladenmousse (OHNE Himbeer-, Erdbeer- oder sonstiger Soßenpampe, die alles verhunzt!!), und zwar die feste, die man mit dem Löffel richtig schön anstechen kann.

    Und: das Okapi wird zukünftig mein Lieblingstier sein. Zwar ist es in dieser Geschichte ein böses Vorzeichen, weil immer jemand stirbt, wenn Selma von einem träumt, dennoch...

    Was an dieser Geschichte so erwärmend ist, sind die vielen skurrilen Charaktere, die in diesem kleinen Dorf zusammenleben, und auch wenn viele ein Stück weit überzeichnet waren, gelingt es der Autorin, die Balance zu halten. Niemand stürzt in die Lächerlichkeit ab. Ob es die verhuschte und immer depressive Marlies ist, die skurrile Elsbeth mit ihren Zaubern und Tränken und Mittelchen, der Eisdielenbesitzer Alberto, der seine Eisbecher ausschließlich mit Namen aus dem Erotiksektor benennt, und natürlich Selma, die Großmutter der Ich-Erzählerin Luise, die ein großer Fan von Mon Chéri ist, aber immer nur die alkoholische Füllung raussaugt, und den Rest der Enkelin gibt.

    Bei vielen kleinen Szenen in diesem Buch geht einem das Herz auf, bei vielen Szenen habe ich Tränen vergrossen, bei vielen Szenen habe ich gelacht. Frau Leky hat eine Sprache an sich, die sofort den Kopfkinoschalter auf AN stellen. Wenn sich zum Beispiel unausgesprochene Gedanken wie Buchstabengirlanden um Baumstämme wickeln. Herrlich!

    Mariana Leky werde ich mir merken.


  • Felix Stephan
    Slawa und seine Frauen
    (Romane und Erzählungen)

    MaggyGray (Bewertung 6,00)

    Der Titel des Buches ist ein bisschen irreführend, weil es nicht sosehr darum geht, Slawa und seine diversen Frauen zu portraitieren, sondern eher darum, dem Autor Felix Stephan (Slawas Enkel) eine Plattform für seine Weltanschauung zu bieten.

    Stephans Mutter findet bereits in jungen Jahren heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr leiblicher ist, sondern Slawa, ein Mann aus der Ukraine, der ihre Mutter schwängerte und sie nach einigem Hin und Her verließ. Erst mit guten 50 Jahren versucht nun Stephans Mutter einen Kontakt zur Familie ihres tatsächlichen Vaters herzustellen, und obwohl Slawa zu diesem Zeitpunkt schon tot ist, meldet sich ihre Halbschwester und andere ukrainische Familienmitglieder, die auch alsbald besucht werden.

    Interessant war für mich die Gegensätzlichkeit, die der Autor beschreibt - auf der einen Seite das wohlhabende Deutschland, auf der anderen Seite die doch ärmliche Ukraine. Um Slawa geht es allenfalls am Rand, sein Lebensweg wird auf ein paar Seiten umrissen, denn alle, die ihn persönlich gekannt haben, sind entweder tot, oder schon so alt, dass Fiktion und Rrealität zu verschwimmen beginnen. Ein zweifelhaftes Leben hatte Slawa meiner Meinung nach nicht, wenn man davon absieht, eine junge Frau zu schwängern und sich der Verantwortung mehr oder weniger zu entziehen. Und seine Frauen? Er hatte nach seiner Schwänger-Episode eine weitere Frau und sonst? Zwei Töchter, eine Enkeltochter...

    Nicht dass Felix Stephan nicht schreiben könnte, als Journalist und mit einem guten Lektorat klappt das schon, nur verkommt das Buch immer mehr in eine recht bequeme Philosophierung über Stephans Dasein. Dabei ergeht er sich in Gedankengängen, die mir als Leser nahezu berauschend wohlstandsblind aufgefallen sind: die seitenlangen Ausführung, welches (grausliche) Gefühl ein "aktiver" Panzer am ukrainischen Straßenrand im Autor ausgelöst hat, die Rechtfertigung, warum sich die Mutter einen SUV zulegt, seine Schwadronierungen zu antisemitistischen Äusserungen seiner Mutter oder seine seelische Zerfleischung, weil er eine Cola UND ein Sandwich im Flugzeug kauft, weil die Cola allein teurer gewesen wäre als im Paket. Die Überlegungen dazu waren nahezu grotesk. Die weiteren, weil er das Teil einem Obdachlosen geben will verkommen zur Lächerlichkeit.


  • Ilona Jerger
    Und Marx stand still in Darwins Garten
    (Romane und Erzählungen)

    MaggyGray (Bewertung 8,00)

    Die Finken und das Geld Die Vorstellung, zwei zauselige alte Männer wie Darwin und Marx treffen aufeinander und führen Gespräche, ist wirklich reizvoll. Obwohl es nicht den Tatsachen entspricht - die beiden haben sich nie persönlich getroffen - hat Ilona Jerger hier ein wunderschön leises Buch geschrieben, voller Wärme und Zuneigung. Man merkt den Figuren an, dass sich die Autorin viel Zeit mit der Recherche gelassen hat; vor allem Darwin zeichnet sie so einfühlsam nach, dass ich bei der Beschreibung seines Todes Tränen vergossen habe. Den Zwiespalt, in dem Darwin steckt, modelliert Jerger sehr gut heraus; er möchte einerseits seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse publizieren (was er auch fleißig getan hat), aber andererseits liegt es ihm schwer auf der Seele, als "Gottesmörder" hingestellt zu werden. Dementsprechend teilen sich auch die Kenner Darwins: die einen verehren, die anderen verteufeln ihn. Bei Marx ist es ähnlich. Die unterdrückten Massen sehen in ihm einen Heilsbringer, die Kapitalisten den Todfeind. Doch anders als Darwin verzettelt sich Marx im wahrsten Sinne des Wortes in seinen Notizen, Aufzeichnungen, Recherchen, und so bringt er gerade einmal den ersten Band seines "Kapitals" zu Papier, und verbringt seine Tage vor allem mit Rauchen und Aufschieben. Im Buch treffen Darwin und Marx nur ein einziges Mal aufeinander, bei einem Abendessen, das regelrecht aus dem Ruder läuft, und auch da nur relativ kurz - nämlich in Darwins Garten. Das hätte ich mir ein bisschen ausführlicher gewünscht. Denn dieses Treffen macht gleichzeitig auch die "Spannung" im Buch aus. Dieses Aufeinanderprallen dieser beiden Charaktere. Ansonsten werden die letzten Lebensjahre vor allem von Darwin beschrieben, und auch wenn die Personenzeichnung von Jerger sehr gut umgesetzt wurde, trägt diese allein die Geschichte. Durch die Lektüre von Und Marx stand still in Darwins Garten habe ich meine Ausgabe von "Das Kapital" hervorgekramt und mir "Die Fahrt der Beagle" besorgt. Nicht schlecht.


  • Jaroslav Kalfar
    Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
    (Romane und Erzählungen)

    MaggyGray (Bewertung 10,00)

    Die Haselnuss der Erde für den haarigen Begleiter im Universum Schon das Cover und der Titel haben mir den Mund wässrig gemacht bzw. natürlich eigentlich eher die Augen - und ich wurde nicht enttäuscht! Den Autor des Buches werde ich mir merken; ich hoffe sehr, dass da noch mehr von ihm kommt. Eine Reise ins All auf die Beine zu stellen ist schon eine Herkulesaufgabe für sich, wenn es dann aber noch ein mehr oder weniger kleines Land betrifft, das sich noch nie in Sachen Weltraumforschung großartig hervorgetan hat, ist es gleich nochmal so schwierig. Nichtsdestotrotz sitzt Jakub in einem Raumschiff, auf dem Weg zu einer ominösen Nebelwolke, die nächtens den Himmel über der Erde rötlich färbt und den Menschen Rätsel aufgibt. Jakub soll Proben beschaffen und diese mit zurück zur Erde bringen. Die Eintönigkeit, aber auch die latente Angst in der Enge seiner Kapsel macht Jakub zu schaffen, doch eines Tages entdeckt er einen blinden Passagier, ein spinnenartiges Wesen mit roten Menschenlippen und einer großen Schwäche für Nutella (die Haselnuss der Erde). In Rückblenden wird die Lebensgeschichte von Jakub erzählt, dabei kommt die schlimme Vergangenheit des Vaters ans Tageslicht, der Freitod der Eltern und das Aufwachsen bei den Großeltern. Die Vergangenheit holt Jakub ein und lässt ihn bis zum Schluss nicht los. Jaroslav Kalfar ist mit Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt ein kleines Literaturjuwel gelungen. Die Verknüpfung von Schein und Wirklichkeit, von Vergangenheit und Gegenwart, von Wissenschaft und Gefühl gelingt ihm von Anfang bis Ende. Nachdenkliche und traurige Passagen wechseln sich mit lustigen und surrealen, und zum Schluss habe ich mir spontan gewünscht, eine Fortsetzung lesen zu können (obwohl es kein wirklicher offener Schluss ist). Lesen!


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