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Die 10 beliebtesten Bücher der Community

  1. Sophie Kinsella: Kein Kuss unter dieser Nummer Bewertung 9,20
  2. Ken Follett: Die Säulen der Erde Bewertung 9,00
  3. Stieg Larsson: Verblendung Bewertung 8,92
  4. Suzanne Collins: Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe Bewertung 8,83
  5. Andreas Eschbach: Das Jesus-Video Bewertung 8,75
  6. Suzanne Collins: Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele Bewertung 8,63
  7. Stieg Larsson: Verdammnis Bewertung 8,50
  8. Luca Di Fulvio: Der Junge, der Träume schenkte Bewertung 8,50
  9. Dan Brown: Illuminati Bewertung 8,44
  10. Adena Halpern: Die zehn besten Tage meines Lebens Bewertung 8,40

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Die letzten 5 Rezensionen

  • Philipp Winkler
    Hool
    (Romane und Erzählungen)

    Xirxe (Bewertung 9,00)

    Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten, wo es ausschließlich darum geht, sich gegenseitig zusammenzuschlagen. Den Kick, den sich Andere beim Bungeejumping oder Bergsteigen holen, erhalten diese jungen Männer durch Schlägereien bis aufs Blut, wobei die Gegnerschaft im Fußball der bereits vorhandenen Aggressivität noch einen zusätzlichen Schub verleiht.

    Nach Niemand ist bei den Kälbern ist dies bereits das zweite Buch in kurzer Zeit, das mir einen Einblick in eine Welt liefert, die bei Hool zwar im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke liegt; doch wovon hier erzählt wird, wirkt so weit entfernt, als wäre von einem anderen Planeten die Rede. Wunstorf, Luthe, Hannover - all diese Orte, in denen Heiko sich aufhält, sind mir gut bekannt. Aber in seinem Leben gehören Alkohol und Drogen ebenso wie Gewalt und Kriminalität zum Alltag. Da werden Anabolika gehandelt, Drogen vertickt und konsumiert, Tierkämpfe mit Wettgeschäften veranstaltet; es wird gesoffen, gekifft und wenn es einem gerade danach ist, einer zusammengeschlagen.

    Heiko ist kein wirklicher Sympathieträger – wie könnte es bei einem Hooligan auch anders sein? Doch auch wenn seine Sprache vulgär, brutal und derb ist, ist er ebenso wenig der Widerling und die Dumpfbacke schlechthin, wie man vermuten könnte. Er war auf dem Gymnasium (wenn auch ohne Abschluss), machte Zivildienst und lehnt Nazis ab. So wie er seine Ruhe will, lässt er die Anderen in Ruhe und wäre nicht diese ständig schwelende Wut in ihm, der er bei den Matches freien Lauf lässt, könnte er der nette junge Nachbar von gegenüber sein. In Rückblicken, die in die laufende Erzählung immer wieder eingeschoben werden, wird erkennbar, woher diese Wut letzten Endes kommt. Auch der Blick auf Heikos Freunde widerspricht dem Klischee der rechten Schläger. Sie sind ebenfalls keine Nazis: Kai ist ein lebensfroher Student; Jojo ein braver Sohn, der bei seiner Mutter lebt.


  • James Rayburn
    Sie werden dich finden
    (Krimis und Thriller)

    Xirxe (Bewertung 5,00)

    Roger Smith hat als Krimiautor in Deutschland schon einige Preise erhalten, sodass ich vertrauensvoll zu seinem neuesten Buch griff, das er allerdings unter dem Pseudonym James Rayburn veröffentlicht hat. Ob es daran liegt, dass Sie werden dich finden mich nicht so begeistert hat?

    Whistleblower sind ja so etwas wie die neuen Helden unserer Zeit und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass eine solche die Hauptfigur dieses Thrillers ist. Kate Swift, eine junge Frau, versteckt sich nach ihrem Verrat mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem früheren Arbeitgeber, dem CIA. Als ihre Tarnung auffliegt, fliehen die Beiden und versuchen, Hilfe und einen sicheren Ort zu finden. Nicht so einfach, wenn der CIA hinter einem her ist und auch noch Andere ein Hühnchen mit einem zu rupfen haben...

    Es ist eine Verfolgungsjagd, die durch die halbe Welt führt und eine Spur von Leichen hinter sich lässt. Das Tempo ist hoch, denn nicht nur die zahlreichen Dialoge sind durch recht knappe Sätze geprägt, auch die Kapitel sind kurz; selten mehr als vier Seiten lang und mit jedem wechselt die Perspektive. Erzählt wird überwiegend jeweils aus der Sicht von einer der vier Personen, wobei vier weitere gelegentlich hinzukommen - zumindest zu Beginn war somit etwas Konzentration gefragt.

    Eigentlich wären alle Zutaten vorhanden für einen richtig spannenden Thriller, aber ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, als wäre hier etwas ohne große Überlegungen schnell runtergeschrieben worden. Richtige Überraschungen gibt es kaum, die meisten Geschehnisse lassen sich ohne viel Mühe vorausahnen. Andere Ereignisse wiederum sind schlicht unlogisch (Wieso wurde sie umgebracht und er nicht? Oder weshalb fängt ein trockener Alkoholiker nach 10 Jahren einfach so das Saufen wieder an?) oder so zufällig, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Zudem wirkten auf mich die Figuren im Buch so eindimensional, dass ich vermutlich alle spätestens nach ein bis zwei Wochen wieder vergessen haben werde. Grautöne scheint Mr. Rayburn hier nicht vorgesehen zu haben, denn entweder gehört eine/r zu den Guten oder zu den Schlechten.

    Schade, denn schreiben kann der Autor, sonst hätte ich bei einer solch vorhersehbaren Handlung und derart uninteressantem Personal vielleicht nicht bis zum Ende durchgehalten.


  • Rex Stout
    Es klingelte an der Tür
    (Krimis und Thriller)

    Xirxe (Bewertung 8,00)

    Nero Wolfe alias William Conrad habe ich früher gern gesehen, diesen wohlbeleibten, orchideenliebenden Gourmet, der immer wieder die New Yorker Mordkommission düpierte, indem er Fälle auf seine unnachahmliche Weise deutlich schneller als diese löste. Nun wurde eines der Bücher dieser Reihe in einer neuen Übersetzung wieder herausgegeben und ich muss sagen, ja, auch das Lesen lohnt sich.

    In diesem Fall erhält er von einer sehr vermögenden Klientin den Auftrag, ihre Überwachung durch das FBI zu beenden. Dass sich das FBI von einem Privatdetektiv sicherlich nicht vorschreiben lässt, wen es überwachen darf und wen nicht, ist sowohl Wolfes Klientin klar wie auch ihm selbst. Seine Zweifel, diesen praktisch unlösbaren Auftrag anzunehmen, verschwinden, als ihm ein 100.000 $ Scheck als Vorschuss übergeben wird, den er in jedem Fall nicht zurückzahlen muss und die Aussicht, ein Honorar zu bekommen, dass er selbst festlegen darf, wenn er Erfolg hat. Wolfe nimmt an und beginnt mit der Arbeit in diesem offenbar aussichtlosen Fall ...

    Erzählt wird die Geschichte von Archie, dem Assistenten von Nero Wolfe, der für diesen die Aussenaufgaben übernimmt. Denn Wolfe ist bequem, er liebt gutes Essen und Trinken, seine Orchideen und das Lesen, während er sein Zuhause nur in seltenen Fällen verlässt. Ansonsten ist es aber wohl das typische Szenario der Krimis dieser Zeit, der 60er Jahre. Coole Männer, lässig eine Zigarette rauchend und schönen jungen Frauen hinterherblickend, die meist nur als schmückendes Beiwerk, Zeugin oder Klientin dienen. Dazu eine in gewisser Weise etwas umständliche Sprache, die mich jedoch immer wieder zum Grinsen brachte. "Als sie mich aus blauen Augen betrachtete, wies ich meine an, sämtliche Aspekte zu ignorieren, die für die anstehenden Aufgaben ohne Belang waren." Auch eventuelle Beleidigungen sind eher subtil, die ich stellenweise recht originell und amüsant finde: "Von der Grösse her war er eine Erdnuss, aber eine elegante." Überhaupt ist der gesamte Umgangsstil in diesem Privatdetektivmilieu ungewöhnlich gehoben: Es werden Bücher gelesen ;-) Diners serviert wie Täubchen à la Moscovite, Pilze Polonaise, Salade Béatrice und Soufflé Armenonville und das wohl schlimmste Unmut ausdrückende Wort ist Pfui.


  • Graham Moore
    Die letzten Tage der Nacht
    (Romane und Erzählungen)

    Xirxe (Bewertung 8,00)

    Der Name Thomas Edison dürfte vermutlich den meisten Menschen geläufig sein, George Westinghouse wahrscheinlich eher weniger. Dass diese beiden Herren sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine irrsinnige Fehde lieferten, um ihre jeweiligen favorisierten Techniken der Stromversorgung als Standard durchzusetzen, dürfte vermutlich noch unbekannter sein (mir war es das zumindest). Wobei diese Schlacht, bekannt als Stromkrieg, alle bekannten feindseligen Übernahmen der Neuzeit locker in den Schatten stellt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Auseinandersetzung Thema eines Romans wurde; eher schon, weshalb es nicht bereits viel früher geschah.

    Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht des jungen Anwalts Paul Cravath, der von Westinghouse das Mandat übertragen bekommt, die Verfahren gegen Edison zu führen. Für ihn, der praktisch keine Berufserfahrung hat, ist es der Eintritt in ein neues Leben. Seine ganze Zeit widmet er diesem Krieg voller Engagement und Enthusiasmus, auch wenn die Erfolge auf sich warten lassen. Er lernt das Wesen der Erfinder kennen: Menschen wie beispielsweise Nikola Tesla, die nur für ihre Arbeit leben. Es ist eine völlig andere Welt als die ihm bisher bekannte.

    Graham Moore, der Autor, versteht es, eine Szenerie zu entwerfen, die ich beim Lesen buchstäblich vor Augen hatte. Das noch schwach elektrifizierte New York; das Leben auf den Straßen; die Atmosphäre bei den Dinnern der Strom-High-Society - es ist fast schon ein Film, der sich da vor mir abspielte. Kein Wunder, denn der Autor ist auch als Drehbuchautor erfolgreich und erhielt bereits für Ein streng geheimes Leben einen Oscar. So dürfte es nicht überraschen, das Die letzten Tage der Nacht verfilmt werden. Doch die Schilderung der historischen Ereignisse (nebst fiktiven Ergänzungen und Verfremdungen), die so spannend wie ein Krimi sind (es wird spioniert, intrigiert, bestochen undundund), machen nicht allein den Reiz des Buches aus. Ganz nebenbei wird ein Grundwissen der Elektrizität vermittelt, das wirklich für Alle (auch für mich! - und das will was heißen ;-)) verständlich ist wie auch Begrifflichkeiten der Juristerei.

    Dennoch, ein Manko gibt es: So gut es Moore versteht, diese Geschichte bildhaft darzustellen - seinem Protagonisten Paul Cravath kam ich nicht nahe.


  • Tom Malmquist
    In jedem Augenblick unseres Lebens
    (Romane und Erzählungen)

    Xirxe (Bewertung 7,00)

    Obwohl dieses Buch gerade mal 300 Seiten hat, habe ich für meine Verhältnisse eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht. Nichts mit 100 oder mehr Seiten am Stück weglesen. Das Thema, aber auch der Stil in dem das Buch geschrieben ist, machten es mir schlicht unmöglich, länger dran zu bleiben.

    Der Autor schreibt hier über den bisher wohl entsetzlichsten Abschnitt seines Lebens. Vermutlich damit ihm das überhaupt möglich ist, fehlen im Text praktisch sämtliche Emotionen. Völlig sachlich berichtet er, als ob es gerade geschehe, wie seine schwangere Partnerin schwerkrank ins Krankenhaus eingeliefert wird. Die Diagnose ist katastrophal, man beschließt das Kind sechs Wochen vor der Zeit zu holen und Tom, der Autor, ist von einem Moment auf den anderen plötzlich Vater geworden und zugleich Sterbebegleiter seiner großen Liebe Karin.

    Statt das dies nun eine vor Kitsch und Rührseligkeit überbordende Geschichte wurde, ist es eine nüchterne, fast gänzlich emotionslose Tatsachenbeschreibung, die mich dennoch völlig fassungslos zurücklässt. Was Tom hier darstellt, benötigt keine gefühligen Adjektive oder Adverbien; beispielsweise allein die Beschreibung der aufgedunsenen Karin und weshalb man ihr um die 40 Liter Flüssigkeit zugeführt hat, reicht aus, um vermutlich nur ansatzweise nachzuempfinden, was in Tom vorgehen musste.

    Die beinahe schon dokumentarische Schreibweise empfand ich zeitweilig recht anstrengend, da Dialoge nur mit wenig oder keinen Personalpronomen wiedergegeben werden. Ein Satz folgt dem anderen und man muss konzentriert dabei bleiben, um das Gesagte den richtigen Personen zuzuordnen. Doch es lohnt sich, denn so wirkt es, als ob man unmittelbar an den Unterhaltungen teilhat. Kein Ich sagte oder Er antwortete, was sich besonders bei den Behördengesprächen (nach Karins Tod) als Vorteil herausstellt. Noch nie sind mir die Abstrusitäten der Bürokratie deutlicher ins Auge gesprungen als beim Lesen dieser Zeilen. Wenn Tom beispielsweise dem Finanzamt erklären muss, über welches Vermögen bzw. Schulden seine neugeborene Tochter verfügt, kann man nur noch verständnislos den Kopf schütteln. Und da sage mir noch jemand, die Deutschen wären die Weltmeister der Bürokratie. Die Schweden hätten sicherlich mindestens ein Anrecht auf den Vizetitel.


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